
Der Singapur Grand Prix hatte es in sich – mit spektakulären Zweikämpfen, Kollisionen und einem späten Safety-Car. Der offizielle Steward-Report ist jetzt verfügbar und beleuchtet alle relevanten Szenen inklusive Entscheidungen, Begründungen und Folgen für die Fahrer. Jetzt reinschauen und alle Details erfahren:
Szene 1: Startunfall Kurve 1 – Singapur Grand Prix
Beteiligte: AlwaysDrunk2Win (Williams), Blackfight (Kick Sauber), Tanja_Hatsuse (Alpine), wichtTSV (McLaren), Hornichiwa (Alpine)
Streckenabschnitt: Kurve 1, Singapur GP
Runde: 1
Tathergang:
Beim Start zum Singapur Grand Prix fahren die Fahrzeuge dicht gedrängt auf Kurve 1 zu. AlwaysDrunk2Win (Williams) befindet sich auf der Innenspur, Blackfight (Kick Sauber) außen. Beim Anbremsen zieht Blackfight von außen nach innen auf den Apex, ohne dem Williams auf der Innenseite genügend Raum zu lassen. Dabei kommt es zu einem leichten Kontakt zwischen der Vorderachse des Kick Sauber und dem Heck des Williams. AlwaysDrunk2Win dreht sich und bleibt quer zur Strecke stehen. In der Folge kommt es zu einer Massenkollision mit Tanja_Hatsuse, Hornichiwa und wichtTSV, die nicht mehr ausweichen können. AlwaysDrunk2Win erleidet einen Heckschaden und stellt das Fahrzeug später freiwillig ab.
Konsequenz:
Der Initialkontakt wurde durch das zu enge Einlenken von Blackfight ausgelöst. Zwar handelt es sich um einen klassischen Lap 1-Incident, jedoch hatte der Fehler erhebliche Auswirkungen auf das Feld. Der daraus entstandene Dreher führte zu einer Kettenreaktion mit insgesamt vier betroffenen Fahrzeugen. Da der Schaden jedoch nicht direkt durch den Erstkontakt entstand, wird die Strafe im mittleren Bereich angesetzt.
Ergebnis:
+5 Sekunden Zeitstrafe
+2 Strafpunkt für Blackfight (Kick Sauber)
→ Verursachung eines Drehers und einer Massenkollision durch zu spätes Einlenken in Kurve 1. Die Strafe erfolgt im Rahmen eines mittleren Vergehens trotz Lap 1-Incident.
Szene 2: Kollision beim Zurückrollen – Singapur Grand Prix
Beteiligte: JoschiYoschi7828 (Williams), MadTowels (Kick Sauber)
Streckenabschnitt: Ausgang Kurve 19 / Start-Ziel-Gerade
Runde: 4
Tathergang:
Am Ende von Runde 4 verliert JoschiYoschi7828 (Williams) beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve (Kurve 19) kurzzeitig die Kontrolle über das Fahrzeug – vermutlich durch das Überfahren des Curbs – und dreht sich. Das Fahrzeug steht anschließend quer auf der Strecke, mit der Fahrzeugnase zur rechten Seite der Strecke gerichtet. Während die erste Gruppe von Fahrern dem stehenden Fahrzeug ausweicht, nähert sich MadTowels (Kick Sauber) auf der Ideallinie. In dem Moment, in dem MadTowels den Williams erreicht, rollt JoschiYoschi leicht nach vorn. Der Kontakt ist unvermeidbar – MadTowels trifft das Williams-Fahrzeug seitlich und verliert die linke Endplatte seines Frontflügels.
Konsequenz:
Die Aktion von Joschi war nicht aggressiv oder gefährlich im Sinne eines groben Vergehens. Vielmehr scheint er versucht zu haben, sich aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Bewegung nach vorn war jedoch unglücklich getimt und führte unmittelbar zu einem Schaden bei einem anderen Fahrer.
Da Joschi das Rennen nicht fortsetzte, ist eine Zeitstrafe nicht wirksam. Stattdessen erfolgt eine Bewertung auf Grundlage des Verhaltens und der Konsequenz.
Ergebnis:
+1 Strafpunkt für JoschiYoschi7828 (Williams)
→ Verursachung eines vermeidbaren Kontakts beim Zurückrollen nach einem Dreher. Kein vorsätzliches oder gefährliches Verhalten, aber dennoch mit Schaden verbunden.
Szene 3: Zweikampf mit Track-Limit-Verlassen – Singapur Grand Prix
Beteiligte: DStream (Red Bull Racing), Threefold (Aston Martin)
Streckenabschnitt: Kurve 7
Runde: 5
Tathergang:
DStream (Red Bull) und Threefold (Aston Martin) befinden sich im Zweikampf durch Kurve 7. Beim Anbremsen auf die Kurve liegt Threefold bereits knapp vor DStream. Während des Kurvenverlaufs bleibt der Aston Martin zunächst auf der Strecke, kommt beim Herausbeschleunigen jedoch mit allen vier Rädern über die Streckenbegrenzung hinaus. Die beiden Fahrzeuge fahren dabei nebeneinander, ohne sich zu berühren. DStream versucht die Position zurückzuerobern, Threefold hält jedoch dagegen.
Konsequenz:
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Threefold bereits vor DStream lag, als er in die Kurve einbog, ist die Szene nicht als Überholmanöver, sondern als Positionsverteidigung zu werten.
Die Regeln erlauben in Zweikampfsituationen mit engem Raum grundsätzlich etwas mehr Toleranz, insbesondere wenn es darum geht, Kollisionen zu vermeiden.
In dieser Szene liegen mehrere mildernde Umstände vor:
- Die Kurve ist sehr eng und lässt kaum Platz für zwei Fahrzeuge nebeneinander.
- Es bestand eine erkennbare Gefahr einer Kollision.
- Der Fahrer hat die Strecke nicht verlassen, um sich einen offensichtlichen Vorteil zu verschaffen, sondern um einen Zusammenstoß zu verhindern und seine bereits erkämpfte Position zu halten.
Ergebnis:
Kein Verstoß – Threefold darf die Position behalten.
→ Die Verteidigung der Position war angesichts der Umstände vertretbar. Es liegt kein unfairer Vorteil vor, da das Verlassen der Strecke nicht gezielt zur Verbesserung der Position, sondern zur Vermeidung einer Kollision erfolgte.
Szene 4: Kollision in der DRS-Zone – Singapur Grand Prix
Beteiligte: JoschiYoschi7828 (Williams), TTbvbfan_ (Visa Cash App RB)
Streckenabschnitt: DRS-Zone vor Kurve 15
Runde: 24
Tathergang:
In der Hochgeschwindigkeitszone vor Kurve 15 liefern sich JoschiYoschi7828 (Williams) und TTbvbfan_ (VCARB) einen engen Zweikampf. Joschi befindet sich auf der rechten Seite, leicht hinter dem VCARB. Bei der leichten Linkskurve driftet Joschi mit seinem linken Vorderrad an das rechte Hinterrad von TTbvbfan_. Es kommt zum Kontakt – Joschis Auto verhakt sich am Hinterrad des VCARB, woraufhin beide Fahrzeuge unkontrolliert nach rechts in die Wand rutschen.
Während TTbvbfan_ nur einen leichten Flügelschaden davonträgt, wird Joschis Fahrzeug durch die Wucht des Aufpralls zerstört – DNF. Fahrzeugteile beider Fahrer verteilen sich auf der Strecke, wodurch kurz darauf ein Safety-Car ausgelöst wird.
Konsequenz:
Diese Art von Kontakt – Vorderrad trifft Hinterrad – ist besonders kritisch, da sie häufig zu Drehern oder sogar Totalschäden führt.
Im konkreten Fall hatte Joschi keinen vollständigen Überlapp und befand sich noch nicht auf Höhe, als er den Kontakt einleitete. Der Einschlag war die Folge eines schlecht getimten Überholversuchs.
Trotz der hohen Geschwindigkeit und der engen Strecke, liegt hier die primäre Verantwortung bei Joschi, da er in einen sensiblen Bereich eindringt und die Stabilität des VCARB gefährdet.
Ergebnis:
+2 Strafpunkte für JoschiYoschi7828 (Williams)
→ Verursachung eines schweren Unfalls bei hohem Tempo durch unvorsichtige Einlenkbewegung. Die Konsequenz war ein DNF, ausgelöst durch eine unüberlegte Attacke.
Szene 5: Folgeereignis durch Trümmerteile – Singapur Grand Prix
Beteiligte: Blackfight (Kick Sauber), DStream (Red Bull)
Streckenabschnitt: Gerade nach Kurve 15
Runde: 24
Tathergang:
Unmittelbar nach der Kollision zwischen Joschi und TTbvbfan_ fährt Blackfight (Kick Sauber) auf der Ideallinie in die Trümmerteile der beiden Unfallwagen. Dabei platzt ihm der linke Vorderreifen.
Infolge des Reifenschadens verliert Blackfight deutlich an Kontrolle und kann nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Er fährt DStream (Red Bull) leicht auf und verlässt in der Folge die Strecke. Das Spiel erkennt drei Regelverstöße:
- 10 Sekunden wegen Auffahrunfall
- 10 Sekunden wegen Rasen in der Safety Car-Phase
- 3 Sekunden für Verlassen der Strecke
Blackfight tritt die Box an und sitzt eine 10-Sekunden-Strafe ab. Die übrigen 13 Sekunden bleiben bis zum Rennende bestehen.
Konsequenz und Bewertung:
Wichtig: Diese Szene ist eine klassische Kettenreaktion. Blackfight war in keinerlei Weise Auslöser der Trümmer oder in den Unfall verwickelt.
Der Plattfuß war eine unvermeidbare Folge von herumliegenden Karbonteilen – ein typischer Fall für „Force Majeure“.
Auch das Auffahren auf DStream geschah nicht durch Fahrfehler, sondern durch die Unmöglichkeit, normal zu bremsen. Gleiches gilt für das Verlassen der Strecke.
Ergebnis:
Alle verbleibenden Strafen (13 Sekunden) gegen Blackfight sind aufzuheben.
→ Die Kollision war eine direkte Folge eines platten Reifens durch herumliegende Trümmerteile nach einem fremdverschuldeten Unfall. Die Reaktion war nicht vermeidbar und darf nicht bestraft werden.
Entscheidung:
- 10 Sekunden Auffahr-Strafe: Annulliert
- 3 Sekunden Off-Track-Strafe: Annulliert
- 10 Sekunden Strafe, die bereits abgesessen wurde, bleibt ohne weitere Konsequenz
Szene 6: Rückwärtskollision in enger Kurve – Singapur Grand Prix
Beteiligte: TTbvbfan_ (Visa Cash App RB), Tanja_Hatsuse (Alpine)
Streckenabschnitt: Kurve 9
Runde: 29
Tathergang:
Kurz vor Rennende verliert Tanja_Hatsuse (Alpine) die Kontrolle über ihr Fahrzeug und steht quer in Kurve 9, einem sehr engen Streckenabschnitt. TTbvbfan_ (VCARB) folgt wenige Sekunden später und nimmt die Kurve auf der normalen Linie.
In genau dem Moment, in dem TTbvbfan_ einbiegt, rollt oder fährt Tanja_Hatsuse rückwärts in die Ideallinie zurück. Es kommt zur Kollision, bei der TTbvbfan_ an beiden Seiten seines Frontflügels Schaden erleidet.
Durch die doppelte Beschädigung ist seine Fahrzeug-Performance bis zum Rennende stark eingeschränkt. Ein Boxenstopp wäre in der Endphase strategisch kaum noch sinnvoll gewesen.
Konsequenz:
Auch wenn Tanja sich aus der Gefahrenzone entfernen wollte, ist ein Rückwärtsrollen auf die Strecke besonders heikel.
Die Verantwortung liegt bei ihr, sicherzustellen, dass kein Verkehr kommt, bevor sie das Fahrzeug bewegt – insbesondere in engen Kurven mit geringer Sicht.
TTbvbfan_ konnte der Bewegung nicht mehr ausweichen und hatte keine realistische Chance, die Situation zu erkennen oder zu antizipieren.
Ergebnis:
+2 Strafpunkte für Tanja_Hatsuse (Alpine)
→ Rückwärtsbewegung in eine befahrene Linie, die zu einem Flügelschaden und erheblichem Performanceverlust geführt hat. Die Aktion war nicht vorsätzlich, aber vermeidbar.
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